Zweifelhafte Versprechen der Grünen von Bad Orb
Veröffentlicht von Dr. Berthold Andres · Montag 02 Feb 2026 · 2:15
Grüne Bad Orb: Große Versprechen, aber wenig glaubhaft
Windkraft: Zweifelhafte Versprechen der Grünen in Bad Orb und die Realität in Flörsbachtal
In ihrer kürzlich veröffentlichten Pressemeldung haben sich die Grünen wieder einmal mehr als Lobbyisten der Windkraftprojektierer betätigt und weniger als Fürsprecher für ihre eigene Kommune. Die frohe Botschaft der Bad Orber Grünen, dass Windkraftanlagen auf dem Horst zwischen Biebergemünd und Bad Orb „klare wirtschaftliche Vorteile“ für die Kommune bringen würden, ist das überstrapazierte Standardargument aller Windkraftprojektierer. Die Realität sieht aber tatsächlich ganz anders aus. Wer Zweifel an der Behauptung der Grünen hatte, musste sich am vergangenen Wochenende in der GNZ nur den Bericht auf der gleichen Seite über die Flörsbachtaler Windkraftanlagen anschauen. Dort wurde unter der Überschrift „Der Gemeinde geht die Puste aus“ die Realität bei Windkraftprojekten dargestellt. Anstatt eingeplanter Einnahmen von über rund 500.000 Euro aus Windkrafterträgen flossen 2025 nur 59.000 Euro in den Haushalt von Flörsbachtal. Eine solide und verlässliche Finanzierung einer Kommune sieht anders aus.
Offensichtlich wissen die Grünen auch bereits mehr als die betroffenen Bürger und Bürgerinnen aus Bad Orb und Bieber. Anders ist die Aussage der Grünen, dass ökologisch sensible Bereiche ausgespart würden, nicht zu erklären. Ohne Detailwissen, wo die Anlagen letztendlich stehen werden, wäre eine Aussage zur ökologischen Wertigkeit der Standorte höchst fahrlässig. Gerade im Bereich des Horsts hatte die Bürgerinitiative Windkraft im Spessart im Rahmen ihrer langjährigen naturschutzrechtlichen Untersuchungen relevante Fledermausvorkommen nachgewiesen. Deren Vorstand fordert deshalb den dänischen Windkraftprojektierer Ørsted auf, den aktuellen Planungsstand allgemein offen zu legen und nicht nur über die Grünen ausgewählte Informationen in Bad Orb zu streuen.
Auch die Aussage, dass nur acht Windräder geplant seien, ist übliche Salamitaktik der Projektierer. Die Beispiele Vier Fichten oder Flörsbachtal mit den Anlagen am Roßkopf strafen solche Aussagen eindeutig Lüge. Was in Flörsbachtal einmal mit sechs Anlagen begonnen hat, wird jetzt durch mehrere Projekte auf insgesamt 16 Anlagen erweitert. Auf den Vier Fichten zwischen Wächtersbach und Gründau sieht es ähnlich aus: Wie auch hier der hessische Windatlas zeigt, haben sich die ersten 12 Anlagen auf inzwischen über 20 Anlagen deutlich vermehrt.
„Wir empfehlen der hessischen Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel von den Grünen, sich im hessischen Landtag für eine solide Finanzierung der Kommunen einzusetzen, anstatt sie durch große Versprechungen in zweifelhafte Geschäfte mit den Windkraftprojektierern zu drängen“, ist die abschließende Forderung des BI Vorsitzenden Dr. Berthold Andres.