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Forstwissenschaftler zum Bau von Windkraftanlagen im Wald

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Bürgerinitiative Windkraft im Spessart - In Einklang mit Mensch und Natur

Forstwissenschaftler zum Bau von Windkraftanlagen im Wald

BI Windkraft_im_Spessart
Veröffentlicht von Dr. Berthold Andres · Montag 24 Aug 2026 · Lesezeit 4 Minuten
Vorstand der BI Windkraft im Spessart lädt für Freitag, den 4. September um 19:00 Uhr zu Vortrag in die Biebertalhalle ein

 
Gerade bei Windkraft Projekten in waldreichen Gebieten wie dem Naturpark Spessart zwischen Bieber und Bad Orb, treffen unterschiedlichste Interessen, Erwartungen und Wahrnehmungen aufeinander. Auf der einen Seite stehen Finanzinvestoren und große Firmen, deren Firmenziel naturgemäß die Erzielung von Profiten ist. Auf der anderen Seite stehen die lokalen Bürger und Bürgerinnen, für die Themen wie der Erhalt des Waldes, der Heimat und des Naherholungsraums oder auch der Naturschutz im Vordergrund stehen. Um hier mehr fachlich fundierte Hintergrundinformationen bereit zu stellen, hat die BI Windkraft im Spessart, den renommierten Forstwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Schulte für den 4. September 2026 zu einem Vortrag ab 19:00 Uhr in die Biebertalhalle in Bieber eingeladen. Im Anschluss an den Vortrag sind Fragen möglich. Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl sorgt der Förderkreis „Laurentia“.
 
Prof. Dr. Andreas Schulte ist hervorragend geeignet, die unterschiedlichsten Versprechen und Auswirkungen der verschiedenen Akteure beim Bau von Windkraftanlagen im Wald auf dieses Ökosystem einzuordnen. Als studierter Forstwissenschaftler war Prof. Dr. Andreas Schulte u.a. über 20 Jahre Inhaber des Lehrstuhls für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft, bzw. Vorstandsvorsitzender des Wald-Zentrums an der Universität Münster. Davor hatte er eine Professur für Waldökologie und Klimakunde an der Universität-GH Paderborn inne. Aktuell ist er Herausgeber und Autor des YouTube-Kanals „CumTempore“ – in Videos gefasste Bemerkungen Daten, Fakten, Wissen zum Themenrahmen Wald – Klima – Mensch.
 
Der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Schulte ist breit gefächert und wird alle wesentlichen Schwerpunkte des Baus von Windkraftanlagen im Wald abdecken. Das sind zum einen Themen, die den direkten Eingriff in den Wald betreffen, wie beispielsweise auf Waldökonomie, Waldökologie oder Naturschutz. Ausführlich geht der der Vortrag aber auch auf ganz aktuelle Fragen ein, was passiert bei einem Brand von Windkraftanlagen im Wald bzw. ihrem Einfluss auf unsere Trinkwasserquellen in Biebergemünd und Bad Orb. Zusätzlich behandelt der Vortrag auch die diversen Auswirkungen auf die hiesige Kulturlandschaft und den Wald als Naherholungsgebiet für die lokale Bevölkerung. Letztendlich führt das alles zusammen auch zu niedrigeren Preise von Immobilien, die im nahen Umfeld von Windkraftanlagen in einem Naturpark wie dem Spessart stehen. Auch dazu wird der Vortragende Beispiele zeigen.
 
Die Perigus Energy (vormals Orsted) plant zwischen Bieber und Bad Orb auf einer Fläche von HessenForst acht Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 266,5 m und einem Rotordurchmesser von 175 m. Die Anlagen wären damit um etwa ein Drittel höher im Vergleich zu den bestehenden Anlagen auf den „Vier Fichten“. Die von den Rotoren überstrichene Fläche bei den neu geplanten Anlagen wäre sogar um das Zweieinhalbfache größer, im Vergleich zu den Anlagen auf den „Vier Fichten“. Die optische Bedrängung wäre damit wesentlich stärker. Der Bau von Windkraftanlagen zwischen Bieber und Bad Orb wird von den Betroffenen abgelehnt. In zwei Petitionen haben jeweils über 2.000 Unterzeichner gefordert, dass auf der Fläche zwischen Biebergemünd und Bad Orb der Wald im jetzigen Zustand erhalten bleiben soll. Das Profitstreben der Energiegenossenschaft Main-Kinzig und des Projektierers Perigus Energy, einem Unternehmen des dänischen Finanzinvestors Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) darf nicht den Vorrang haben über dem Willen der Bürgerinnen und Bürger nach dem Erhalt der intakten Natur. Letztendlich würden die hiesigen Bürgerinnen und Bürger übermäßig durch den Windkraftausbau belastet, während andere Gebiete in Südhessen wie dem Hochtaunuskreis von Windkraftanlagen weitestgehend verschont bleiben. Die BI fordert deshalb einen Stopp des Projekts.

Bildquelle: BI - Windkraft im Spessart


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